Die Speispinne (Scytodes thoracica) lebt die meiste Zeit des Jahres im Haus. Im Sommer, bei ausreichend hohen Temperaturen, kommen sie auch außerhalb vor, z.B. an Häusermauern. Speispinnen sind nicht so selten, wie häufig angenommen wird. Sie sind nachtaktive Tiere und werden deshalb nur selten beobachtet.
Speispinnen sind an einer typischen, gelb- braunen Körpermusterung, einer gleichmäßigen Körperform und langen, dünnen Beinen eindeutig zu identifizieren. Ihre Körperlänge reicht von 4-6 mm, die Beine nicht mit gemessen.
Speispinnen bauen kein Fangnetz. Sie jagen mit einer einzigartigen Beutefangtechnik: Die Spinne lauert zunächst regungslos in einem Versteck, etwa einer Mauerritze. Nähert sich ein Insekt, spuckt die Spinne eine klebrige Flüssigkeit in Richtung der Beute und versucht, sie am Untergrund fest zu kleben.
Die Klebeflüssigkeit, auch als Leim bezeichnet, erhärtet sofort, sodass sich die Beute nicht mehr befreien kann und von der Speispinne mit einem Giftbiss überwältigt wird.

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